Seeschiffe

Ausschwenkverhalten von Seeschiffen

Die Steuereigenschaften eines große Seeschiffes sind für die Marschfahrt mit
hohen Geschwindigkeiten ausgelegt. Manöverfahrten sind aufgrund der Größe eher
problematisch und werden häufig mit Bug- und Seitenstrahlrudern oder Schleppern
gefahren.

Wird auf solchen Schiffen hart Ruder gelegt, reagieren sie nur sehr
zögerlich. Riesenmassen müssen bewegt, Trägheit überwunden werden. Das Manöver
beginnt dann mit einem merklichen Ausschwenken des Hecks in die Gegenrichtung.
Würde man einen Drehpunkt bestimmen, befände er sich in diesem Moment am Bug
oder gar vor dem Schiff.

Der Rumpf stellt sich schräg zur Fahrtrichtung und driftet auf der alten
Kurslinie. Erst nachdem, ein Winkel von ca. 50° erreicht wurde beginnt langsam
die Bewegung in Richtung der neuen Kurslinie. Bis zu diesem Punkt hat sich das
Seeschiff bis zu 900 m auf seiner alten Kurslinie bewegt.

Während des Manövers der Hartruderlage verbreitert ich die “Fahrspur” des
Seeschiffes, wobei es wichtig ist, dass andere Verkehrsteilnehmer in dieser
Situation ausreichend Sicherheitsabstand halten.

Eine Ausweichmanöver, ggf. des letzten Augenblickes, führt dazu, dass das
gefährdete Fahrzeug innerhalb des Manöverbereiches weitere erhebliche Gefahr
droht.

Stoppmanöver

Auch Seeschiffe werden durch Rückwärtsfahrt aufgestoppt, jedoch benötigt es
in der Regel mehr Zeit, um die Drehzahl der Maschine herunterzuregeln. Große
Dieselmaschinen haben kein Wendegetriebe. Zum Umsteuern werden sie abgestellt.
Durch Umlegen der Nockenwelle kann dann durch umgekehrte Drehrichtung die Fahrt
rückwärts aufgenommen werden. Dieser Vorgang dauert bei ca. 300 m langen
Seeschiffen ganze 7 Minuten. Daraus ergibt sich zum Beispiel bei den einem 360 m
langen Seeschiff bei einer Marschgeschwindigkeit von “nur” 16 kn ein Anhalteweg
von 6100 Metern(!). Dazu kommt ein nicht unerheblicher Radeffekt, der dazu
führt, dass das Heck kurz vor dem anhalten “ausbricht”.

Flachwassereinfluss

Sichtfeldbeschränkung bei Großschiffen

Sportboote im Radar

Konsequenz für die Schifffahrt

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