Wetterbericht / Wetterbegriffe

 

Windpfeil Knoten Beaufort
0 0
5 2
10 3
15 4
20 5
25 6
30 7
35 8
40 8
45 9
50 10
55 10
60 11

Die Windpfeile geben an, woher der Wind weht und mit
welcher Geschwindigkeit. Die Pfeilfedern zeigen die
Geschwindigkeit in Knoten: eine kleine Feder sind 5 und eine
große Feder 10 Knoten. Mehrere Federn werden einfach
addiert.

Um nicht die Übersicht zu verlieren, werden 50 Knoten
mit einer Dreiecksfeder gemalt.
In der Tabelle ist am Beispiel eines Westwinds auch die
zugehörige Windstärke in Beaufort angegeben.

 

Böen

Besonders während der Passage und auf der
Rückseite von Kaltfronten treten in der näheren Umgebung von
Schauern Böen auf, die den Mittelwind um 2 Bft überschreiten können.

Eine Bö ist eine heftige
Luftbewegung (Windstoß) von kurzer Dauer. Sie ist
oft verbunden mit einer Winddrehung und tritt häufig
in Verbindung mit Regen, Graupel, Hagel, als
Schneeböen oder Gewitter (Downburst) auf.

Meteorologisch spricht man von
einer Bö, wenn der gemessene 10-Minuten-Mittelwert
der Windgeschwindigkeit innerhalb weniger Sekunden
(maximal 20, mindestens 3 Sekunden anhaltend) um
mindestens 5,0 ms (10 kn) überschritten wird.

 

 

Seewetterberichte bilden die
Grundlage, damit sich die Crew
auf einem Schiff eine eigene
Bordwetterkarte anfertigen kann.
Damit kann abgeschätzt werden,
wie schnell und wohin sich ein
Druckgebilde verlagert und vor
allem wie sich der Wind
entwickeln wird.
Seewetterberichte werden
entweder über Rundfunksender,
Funkfernschreiber oder
Küstenfunkstellen verbreitet.
Daher sind sie auch nur kurz und
knapp gehalten ohne Nebensätze
und Begründungen. Die benutzten
Ausdrücke und Begriffe sind im
wesentlichen standardisiert.
Natürlich kann es immer wieder
zu kleinen individuellen
Abweichungen kommen.

Art und Aufbau von Seewetterberichten 

Alle Seewetterberichte haben den
gleichen Aufbau. Sie unterscheiden sich nur in den
Vorhersagegebieten, in der
Reihenfolge der Einzelteile und
dem Umfang.

Wetterlage, Hinweise auf Starkwind- oder Sturmgefahr 

Dies gilt nur in Seewetterberichten für
die Nord- und Ostseegebiete, für
die Mittelmeergebiete werden
keine Warnungen ausgegeben.
Weitere Erläuterungen siehe
Abschnitt Windvorhersage und
Warnungen

Vorhersage

Diesebbeinhalten jeweils für 12
Stunden ab Sendebeginn für die
Teilgebiete sowohl Wind- und
Sichtverhältnisse als auch
Seegangsangaben. Weitere
Erläuterungen siehe Abschnitt
Windvorhersage und Warnungen
sowie Sicht.

Aussichten

Diese gelten ebenfalls für 12 Stunden,
der Inhalt ist wie im Vorhersageteil.


Stationsmeldungen

Stationsname, Wind (Richtung und Stärke in Bft), Wetter;
Sicht, Temperatur, Luftdruck


Düseneffekt
ist die Zunahme der Windgeschwindigkeit
infolge einer Kanalisierung der Strömung und einer Einengung des
Strömungsquerschnittes. Aus Kontinuitätsgründen strömt die Luft
schneller, wenn sie eine enge Stelle passieren muss. Solche
Düseneffekte gibt es zum Beispiel in Flusstälern, Fjorden oder
zwischen Inseln.

Ähnlich wie der
Düseneffekt, entsteht der
Kapeffekt.
Dort, wo der Wind
gebirgige Ecken oder hohe Landzungen
umströmen muss, ändert sich das Windfeld
unter Umständen stark, was Richtung und
Stärke des Windes betrifft. Hinter der
Barriere ist es in Abhängigkeit von der
Anströmrichtung mitunter stark böig.

 

 

 

Sturmwarnungen werden sowohl an
Meeresküsten als auch an größeren Binnengewässern
von den meteorologischen bzw. Wetterdiensten
gemeinsam mit dem Küstenfunk bzw. dem allgemeinen
Rundfunk generiert.
In Regionen des Tourismus sind oft auch die
Gemeinden bzw. Informationsdienste eingebunden,
sowie Segelschulen, Wasserrettung oder ähnliche
Organisationen.

Bei voraussichtlichem Auftreten
von „Starkwind“ (in Deutschland und Österreich etwa
ab 6–7 Beaufort, d. h. 39–61 km/h) oder Sturm (ab 8
Bft. oder 62 km/h), der im Rahmen des regelmäßigen
Wetterberichts prognostiziert wird, muss die
entsprechende Art der Warnung ausgestrahlt werden.

Auf der internationalen
Seenotfrequenz (2182 kHz) herrscht gemäß einer
weltweiten Vereinbarung drei Minuten nach jeder
vollen und halben Stunde absolute Funkstille. Sie
ist für Warn- und Sicherheits-Durchsagen und auch
für Notrufe gedacht.

Außerdem wird die Sturmwarnung
meistens über die Seenotfrequenz angekündigt.

An kleinen Seen kann auch
akustisch oder mit Signalflaggen gewarnt werden. Auf
dem Wasser befindliche Boote und Yachten müssen
daraufhin unverzüglich die Nähe eines schützenden
Ufers aufsuchen.
Optische Sturmwarnungen gibt es auch an den Küsten
mit international festgelegten Signalen, wobei die
Sturmwarnstellen in der Seekarte, dem
Seehandbuch und dem Leuchtfeuerverzeichnis enthalten
sind. Diese Signale werden jedoch langsam durch
Funkwarnungen verdrängt. Ihr Schema lautet (von oben
nach unten):

  • gelb + grün (Starkwind)
  • rot + rot (Sturm aus West
    bis Nord)
  • rot + gelb (Nord bis Ost)
  • gelb + rot (Ost bis Süd)
  • gelb + gelb (Süd bis West).

 

 

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