Wetterregeln

 

“Das Wetter ist das Wichtigste im Leben des Bauern,
davon ist er abhängig. Denn nur wenn das Wetter stimmt, wenn Regen und
Sonne, Wärme und Kälte zur rechten Zeit kommen, wird die Ernte reichlich
ausfallen. Seit vielen tausend Jahren wird das Wetter daher beobachtet –
und daraus haben sich die verschiedenen Wetterregeln entwickelt. Unsere
Vorfahren haben die Zusammenhänge genau beobachtet und sie im
Alltagsleben für eine – kurzfristige – Wettervorhersage genutzt.”

Zitat aus Wetterregeln.net

 

Aber nicht nur Bauern schauen auf Wetterregeln, auch
Seefahrer bekommen dafür ein geübtes Auge.

Wenn sich im Tagesverlauf eine Warnfront nähert, dann
nimmt die Kondenzwassermenge durch Konvektionsverdunstung in der Luft
zu. Das hat zur Folge, dass sich am Morgen das Licht der untergehenden
Sonne leicht verändert bricht. Es werden überwiegend rote
Lichtbrechungen sichtbar:

 

“Abendrot – Gutwetterbot’ – Morgenrot mit Regen
droht.”

 

 

aber auch andere Bauernregeln nehmen immer wieder die Lichtbrechungen durch
Advektions- oder Konvektionsbewölkungen zum Anlass, Wetterprognosen zu geben.

 

Abendrot und
Morgenhell sind ein guter Wettergesell.
Alltäglicher
Regen ist ungelegen; zuweilen ein Regen ist ein Segen.
Auf die
schönsten Sommertage folgen die größten Wetter.
Auf einen
trüben Morgen folgt ein heiterer Tag.
Bei rotem Mond
und hellen Sterne, sind Gewitter gar nicht ferne.
Hof um den Mond
bedeutet Regen, Hof um die Sonne große Stürme.

 

alle diese “Regeln” erkennen wir beim Durchzug eines Tiefdruckgebietes
wieder.

Hier noch ein paar Regeln, die Schüler nun auch wieder erkennen und begründen
können:

 

Was der Blitz treffen will, das trifft er schnell.
Wenn der Ostwind lange weht, ein teures Jahr entsteht.
Wenn die Sonne Wasser zieht, gibt’s bald Regen.
Wetter, die langsam ziehn, schlagen am schwersten.
Wind in der Nacht – am Tage Wasser macht.
Wo’s in der Früh donnert, schlägt’s am Mittag ein.
Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt’s am anderen Tag Regen.
Großer Wind ohne Regen, kommt selten gelegen.
Dreht zweimal sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.
Dicke Abendnebel hegen oft für die Nacht den Regen.
Je weißer die Schäfchen am Himmel gehn, je länger bleibt das Wetter schön.
Herbstgewitter sagt beständig, der Winter wird sehr wetterwendig.
Sollen wir uns am Sommer laben, müssen wir auch Donner haben.
Siehst du Nebel auf Seen und Auen, kannst du getrost auf schön Wetter bauen.

 

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